Vinon 2012

Das Segelfluglager Vinon 2012 war wiederum ein sehr schönes Lager. Insgesamt fuhren 12 Piloten und 4 Frauen -auch sie fühlen sich in Vinon wohl- mit nach Vinon. Wir hatten eine vorzügliche Kameradschaft, nicht den geringsten Zoff und immer herrschte gute Harmonie bei der täglichen Flugzeugverteilung. Dafür möchte ich meinen Kameraden recht herzlich danken. Die gute Stimmung kam jeweils auch am Abend bei den gemeinsamen Nachtessen zur Geltung. Wollten einige im kleinen Rahmen allein sein, war das für niemanden ein Problem.
Ein Dankeschön gebührt den Kameraden der anderen Lager. Die Flugzeugübergaben haben bestens geklappt.

Die Kollegen vom Flugplatz Vinon haben uns gut aufgenommen und uns den Aufenthalt leicht gemacht. Obwohl gewisse Probleme bei A.A.V.A. (Spardruck!) nicht zu übersehen sind, wurde uns immer ein guter und angenehmer Betrieb geboten, wobei zu vermerken ist, dass der Hauptharst von Gästen nach unserer Abreise nach Vinon kam.

Gut mitgespielt hat Petrus mit dem Wetter. Jeder Tag war fliegbar !! An einem Tag war das Fluggebiet eingeengt, aber zu erweiterten Platzflügen hat es alleweil gereicht. An 2-3 Tagen war das Plateau bis Puimoisson schwierig bis herausfordernd, aber ab den ersten Hügeln gings jeweils gut los. So wurden selbst für Vinon überdurchnittliche Leistungen geflogen. Höhen von über 4000m wurden öfters thermisch erreicht und mehrere Wellen konnten erflogen werden. Etwas ungewöhnlich waren die vielen Windlagen aus nördlicher Richtung mit zum Teil recht starken Geschwindigkeiten. Abgesehen von 2-3 Aussenlandungen auf anderen Flugplätzen ist nur eine einzige Ackerlandung zu verzeichnen. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass in Vinon Piloten ohne Hochgebirgserfahrung sehr gute Streckenflugmöglichkeiten finden. Flüge bis mehr als 300km sind im Durancetal und Plateau de Valensole dank vieler Aussenlandemöglichkeiten gut möglich.

Ein ganz besonderer Flug gelang Köbi Fahrni mit Beat Marfurt auf dem hinteren Sitz am 26.Juli. Er flog zum Nufenenpass (!) und zurück. Etwas besonderes daran war, dass ihn Andy Hofer auf der LS-4 PK ab Birrfeld am Matterhorn gesehen hat. Auch den andern Piloten sind sehr schöne Flüge gelungen, was in der OLC-Rangliste von Frankreich zum Ausdruck gekommen ist. Zusammen mit den Kameraden von Barcelonnette und OK`s Flüge im Frühling resultierte per Ende Juli der 4.Platz. Köbi hat errechnet, dass die Birrfelderpiloten 13 mal über 500km geflogen sind.
Schlitzohrige Kollegen: Am 20.7. stand mir auf „vielseitigen Wunsch(!)“ der Kollegen der Y5 zur Verfügung. Sie haben das Flugzeug hinterrücks verwanzt und den Flug aufgezeichnet und dokumentiert, da sie mich als notorischen OLC-Verweigerer kennen. Meinen ersten Flug in Vinon habe ich am 11.07.1985 mit der damals neuen LS-4 HB-1759, Y5, gemacht und in meinem 21.Vinonlager den vorläufig letzten damit. Mit diesem Flugzeug lässt sich auch heute noch etwas machen.
Die 12 Vinon-Piloten flogen insgesamt rund 27000 km (OLC und einige freie Flüge) in 430 Stunden und 90rund 100 Starts (inkl. Absaufern mit Neustarts)

Den einzigen „Tolggen“ im Reinheft habe ich selbst verschuldet: Bei der Demontage des Ventus nach meinem letzten Flug des Lagers kippte das Flügelböckli und schlug ein Loch in die Flügelunterseite, was eine fachmännische Reparatur nötig macht. Eine Unachtsamkeit bzw. ein unklares Kommando war die Ursache.

Wir freuen uns alle wieder auf Vinon 2013 !!!
22.08.2012 Ruedi Bieri