RM Amlikon 1012

Vom 27. April bis 1. Mai fand die diesjährige Junioren SM und RM in Amlikon statt. Da ich den Flugplatz und die Umgebung schon immer kennenlernen wollte, habe ich mich als Teilnehmer eingeschrieben. Als Flugzeug wählte ich den Duo Xlt. Daher konnte ich die Rückholmannschaft sparen und einen Copiloten mitnehmen. Diego Tschuor musste ich nicht zweimal fragen um mitzukommen und mir als „Einheimischer“ die lokalen Tricks zu zeigen.

An den ersten beiden Tagen konnte trotz schönstem Sonnenschein und warmen Temperaturen nicht geflogen werden. Grund dafür war ein extrem starker Föhn, der zwar in den Alpen tausender-flüge ermöglichte, uns aber nichts als böigen starken Seitenwind brachte.

Am dritten Wertungstag war endlich ein kleines nutzbares Zeitfenster mit Thermik zu erwarten. Die Aufgabe führte in Richtung Norden auf die Schwäbische Alp um drei Wendepunkte über 191 Km.

Entscheidend war es, einen guten Einstieg in die Alb zu finden, wo auch schon knackige Cummulis lockten. Unsere Strategie via Singen funktionierte nicht und so mussten wir uns mit wenig Höhe und schwachen Steigwerten langsam vortasten. Bei Geisingen konnten wir endlich in guter Thermik bis zur Basis aufdrehen und die ersten beiden Wenden, Tuttlingen und Blumberg, umrunden. Bei der dritten Wende, an der nördlichen Alpkante, war die Thermik völlig eingeschlafen. Eine Runse beim Flugplatz Rottweil war der letzte Strohalm an den wir uns klammern wollten. Als auch das nicht gelang, blieb nur noch eine Landung auf dem Flugplatz, da die Höhe für das Ausfahren des Motors zu gering war. Der Empfang auf dem Flugplatz war sehr nett und unkompliziert. Kurze Zeit später kam eine Schleppmaschine aus Winzeln und schleppte uns in Richtung Bodensee.

Am fünften und letzten Wertungstag konnte noch einmal geflogen werden. Die Aufgabe war wieder ähnlich wie schon zuvor. Diesmal kamen wir nach dem Abflug sehr zügig voran und waren guter Hoffnung problemlos die Wendepunkte zu umrunden. Doch wieder in der selben Gegend kamen wir wegen ausbleibender oder nicht gefundener Thermik ins Stocken. Nach einigem Suchen entschied ich den Motor zu anzulassen um eine Aussenlandung zu vermeiden. So kamen wir mühelos aber leider wieder ohne erfüllte Aufgabe nach Amlikon zurück.

Die Tage in Amlikon werde ich trotz der mageren Ausbeute in sehr guter Erinnerung behalten. Der Wettbewerb und alles was dazu gehört war perfekt organisiert. Ich habe wieder einen Flugplatz und die Gegend im Umkreis kennengelernt. Die Landschaft um den Bodensee ist sowohl aus der Luft als auch am Boden sehr reizvoll.

Dank meinem „Reiseleiter“ kenne ich die wichtigsten Standard Schläuche, die besten Restaurants und die schönsten Aussichtsplätze in der Gegend um Amlikon.

Diego, merci vielmals für die Zeit die Du Dir genommen hast, mir hat’s jedenfalls Spass gemacht.

Andi Hofer