Lagerbericht Zweisimmen 2015

Das Zweisimmenlager 2015 wird uns wohl lange als wettermässig bestes seit Jahren in Erinnerung bleiben. Vom 27. Juni bis zum 11. Juli waren nur zwei Tage mit Segelflugzeugen nicht nutzbar, dies weil Rückenwind einen sicheren Schleppstart verunmöglichte. Selbst dann war mindestens der Grob G-109 von Hans Hedinger in der Luft, welcher sicher von der Piste 17 abheben konnte. Meistens war die Wolkenbasis höher als 3000 m oder fehlte ganz, an einem Tag verhalfen uns starke Höhenwinde zu Flügen bis auf 4550 Meter – zum Glück war Sonntag, denn die Flugsicherung gab keine Freigaben in den Luftraum C ohne Transponder.

8 Piloten der Segelfluggruppe Birrfeld, 6 Gast- und Schlepp-piloten der SG Olten, 3 Teilnehmer der Gruppe Skylark, 2 Piloten der SG Freiburg und ein fortgeschrittener Flugschüler aus dem Birrfeld in 13 mitgebrachten Segelflugzeugen verbrachten zusammen mit einheimischen Piloten 375 Stunden und 56 Minuten in der Luft und landeten 134 mal. 2 Schleppflugzeuge versahen ihren Dienst während mehr als 30 Stunden. Nicht mitgezählt sind die ausgedehnten Flüge von Hans Hedinger (SG Thermik) in seinem Motorsegler. Neben vielen schönen Flügen in Cumulus- und Blau-Thermik, welche über Gipfel und Gletscher und oft ins Wallis führten, konnten wir auch 3 Typeneinweisungen machen.

Als besonderes Highlight kann die Reparatur der Leitungen für Fahrtmesser und Vario am DuoDiscus „IY“ durch Werner Trütsch gelten: Eine Maus hatte noch im Birrfelder Hangar Stücke daraus herausgebissen und wohl zum Nestbau verwendet. Der Fahrtmesser konnte zwar noch im Heimathangar repariert werden, doch das Vario zeigte am ersten Zweisimmener Tag immer noch „Telefonnummern“.

Am Abend wurden Modellflugzeuge gestartet, wenn auch seltener als in anderen Jahren. Eine neue Startart war der Veloschlepp. Wanderungen und Velotouren traten in den Hintergrund, ausser bei unseren Besuchern: Willi und Thuri lösten ihren Ausflugsgutschein zum Rinderberg vom letzten Jahr zusammen mit Ihren Partnerinnen ein – und doch reichte es auch noch für einen Flug im DuoDiscus.

Das schöne Wetter genossen wir auch am Abend: Meistens setzten wir uns vor die neu eingerichtete Club-Baracke unserer Gastgeber und grillierten unser Mitgebrachtes auf der Holzglut. Klar, dass Geschichten, Anekdoten, Witze und so Vieles mehr die eh schon prächtige Atmosphäre bereicherten – das auch bei den Nachtessen in unserem „Stammlokal“ Diana. Ab und zu waren auch die Familien einiger Piloten mit von der Partie – der Querschnitt durch alle Altersgruppen war komplett. Unser Flugschüler Luca Scheuchzer konnte sich von den Vorzügen des Alpenlagers auch in dieser Hinsicht überzeugen – das fliegerische Erlebnis tat das Seine dazu.

Etwas zu organisieren gibt ein solches Lager ja auch immer: Christoph Heuberger (Gesamtleitung, Briefing), Erik Imhof (Infrastruktur, Presse) und Werner Trütsch (Sicherheitsthemen, Fluglehrer) teilten sich diese Aufgaben. Nicht zu vergessen die sauber und lückenlos geführte Startliste: Esther Urech von der Skylark-Gruppe nahm sich auch dieses Jahr dieser Aufgabe mit unermüdlichem Eifer an – ganz herzlichen Dank! Und bei der Vorbereitung des Materials konnten wir immer noch auf die Unterstützung von Willi und Thuri zählen.

Bleibt zum Schluss das herzliche Dankeschön an unsere Gastgeber von der Alpinen Segelfluggruppe und der Flugplatzgenossenschaft Zweisimmen. Wie selbstverständlich durften wir alles Nötige ihrer Infrastruktur benützen, wurden mit Rat und Tat unterstützt. Wir freuen uns schon jetzt aufs Wiedersehen im nächsten Jahr.


Christoph Heuberger