Segelfluglager Samedan 31.8. - 6. September  2014

Nach über 6 Jahren Unterbruch, habe ich versucht das Alpenflug-Lager in Samedan wieder aufleben zu lassen! Nach dem verregneten Sommer  und in der Hoffnung, doch noch einen goldenen Herbst im Oberengadin zu „erfliegen“,  packten  wir den Duo  in  den Anhänger und nahmen noch die  LS8  „W7“ mit. Nach nur 3 Stunden Fahrt via Veraina-Tunnel, parkten Andi Hofer und ich die Flieger neben der Piste 03/21 in Samedan.

Chregel  Thomann  war  mit  dem  Wohnwagen  schon  früher  angereist  und  campierte  auf  dem  schönen, erneuerten Platz Ende Piste 03. Am Montag brachte uns Hansueli Grenacher noch die ASW-28, um dann im Duo  mit  uns  mitzufliegen.  Wir  hatten  uns  im  Vorfeld  gut  vorbereitet  mit  dem  Windenwochenende  in  Hütten- Hotzenwald und natürlich dem obligaten Briefing der Engadin Airport AG.
Leider mussten wir uns wetterbedingt bis am Montag gedulden, um mit Max Lamm den geforderten Kontrollflug bei starkem Nordwind zu fliegen. Es war gut, beim ersten Flug einen lokal erfahrenen Piloten dabei zu haben, insbesondere, da der Abkreisraum 03 gegen Pontresina verlegt wurde und uns der starke Seitenwind forderte. Nach dieser kurzen Pflichtübung haben wir unsere 3 Flieger bis am Abend in den starken Hangwinden bewegt.

Der  Dienstag  startete  mit  schönem  Wetter  und  wir  waren  bei  sehr  schwachem  Ostwind  mit  über  10 Segelfliegern bald startbereit. Erst gegen 14 Uhr hatte die Sonne das Tal soweit aufgeheizt, dass Ablösungen an verschiedenen Stellen das Steigen bis gegen 3000m ermöglichte. Zusammen mit Hansueli im Duo hatte ich das Glück, mit nur 300m aus dem Gegenanflug über Samedan bis an die tiefe Basis hoch zu steigen. Gegen Abend  gab  es  bei  fast  6/8  Bewölkung  interessantes  Steigen  in  kleinen  Wellen  oder  bei  mässig  östlichem Höhenwind laminares Steigen.

Der bekannte Malojawind liess uns ganz im Stich, sodass in diesem Lager alles etwas anders war mit Fliegen im Engadin. Immerhin steigt man an der Winde mit Kunststoffseilen mit dem Einsitzer gegen 600m Grund, was doch etwas Zeit zum Suchen gibt. Mittwoch und Donnerstag ist kurz erzählt; kein Wind, 8/8 bewölkt und kein Regen. So haben wir den Maloja- und Berninapass bei angenehmer Wandertemperatur zu Fuss erkundet.

Als  es  am  Freitagmorgen  zu  regnen  begann  und  aufs  Wochenende  keine  Besserung  in  Sicht  war,  war  der Entscheid schnell gefällt: Duo demontieren und nach Hause fahren. Leider hatte sich das schlechte Wetter in der Schweiz auch diese Woche fortgesetzt. 
Andi war von der Organisation und den fairen Preisen in Samedan begeistert, sodass wir im kommenden Jahr versuchen  möchten,  2  Wochenende  gegen  Herbst  (eines als Wetterreserve)  im  SBG-Fluglagerplan  zu reservieren. 
 
Remo Marley