Segelfluglager Barcelonnette 2013

Vom 13. Juli bis am 3. August, also 3 Wochen wie bereits im Vorjahr, verbrachten wir die Segelflugferien in Barcelonnette. Für 5 Piloten durften wir  2 LS8 und einen Doppelsitzer mitnehmen, während den ersten beiden Wochen den Duo Discus IY. In der letzten Woche übernahmen wir die ASH-25 aus Vinon, damit der Duo Discus für das Lager in Zweisimmen zur Verfügung stand. Wenn Vereinskollegen zeitlich überlappend im Segelfluglager in Vinon sind, bietet sich die Möglichkeit, Flugzeuge auszutauschen oder sich auch mal zu in der Luft oder am Boden zu treffen.

Wie jedes Jahr wurden wir in Barcelonnette sehr gastfreundlich empfangen. Barcelonette ist sehr klein und familiär. Wir freuen uns stets, wieder dieselben Segelflugkameraden aus Deutschland, Holland und Italien zu treffen. Die Italienischen Piloten kommen bei gutem Segelflugwetter stets über das Wochenende aus Bozen über den Col de Larche.

Dieses Jahr zeigte sich das Wetter durchschnittlich. In der ersten Woche war es meistens gewitterhaft, was lange und weite Flüge verunmöglichte. An 2 Tagen konnte kaum geflogen werden. Gerne nutzen wir solche Flugpausen um uns zu erholen, den Markt zu besuchen, Go kart zu fahren oder Klettern im nahen Seilpark. Auch auf Wanderungen gehen wir gerne, wenn es trockenes Wetter verspricht.

Auch in Südfrankreich dauerte der Winter dieses Jahr sehr lange und wir können uns nicht erinnern, dass es in den vergangenen 25 Jahren schon einmal so viel Schnee hatte im Juli. Zu Beginn war sogar der schöne Lac des Neuf Couleurs bei der Aiguilles de Chambeyron vereist.

Die 2. Woche bot die besten Flugtage mit einigen Flügen nach Val d’Isère, an den Rand des Aostatales und 1 Flug gelang bis zum Ende des Valpellines vor dem Matterhorn.

Anfangs 3. Woche endete dieses gute Segelflugwetter mit einer nahenden Front. Vor der Front erzeugten starke Südwestwinde eine phantastische Welle direkt über dem Flugplatz der Höhen bis zum Deckel auf 6000m ermöglichte. Nach dieser Front baute sich eine Hochdrucklage mit wunderschönem Wetter aber sehr stabiler Luft auf. Geduld war dann jeweils angesagt bis die Thermik gegen 14:00 langsam losging. Aber auch Mitte Nachmittag war es nach dem Klinken noch schwierig Höhe zu gewinnen und es brauchte jeweils schon etwas Mut um vom Flugplatz wegzufliegen. Dabei galt es stets hoch bleiben und nicht in die tieferen stabilen Luftschichten abzugleiten. Belohnt wurden wir jedoch von einer perfekten Weitsicht zum Mont Blanc, Matterhorn und Monte Rosa.

Im September 2013, Marcel Signer